Umgang mit Sojagranulat

Sojagranulat gibt es in verschiedenen Packungsgrößen, für stark schwankende Preise. Der durchschnittliche Preis liegt bei € 5,00/kg – dieser ist akzeptabel in Anbetracht dessen, dass die Lifestyle-Welt dieses Produkt neu als Modeprodukt für sich entdeckt hat. Auch wenn die Nachrungsmittelbranche (und auch die Autogummibranche wie auch die Waschmittelbranche mit der Putzlappenindustrie) das Umsatz generierende Mode-Wort „BIO“ nun gänzlich ausgeschlachtet hat, ist’s Wurscht ob auf dem Schmarrn Bio drauf steht oder nicht. Wer Wert darauf legt, der kann den Druckfarbenaufpreis gerne zahlen.) so gerne einen Hype um Soja macht – Fakt ist, dass Soja seit Jarhhunderten als Nahrungsmittel verwendet wurde und dieses Nahrungsmittel sohin absolut normal ist. Da ist also nix modernes dran (auch nicht wenn Bio, Wellness, Vital, Tante, Onkel, Saturngürtel oder sonstiger Poppel auf der Verpackung steht). Und nun die ausführliche Version …

Soja als Nahrung ist natürlich kein neuzeitlicher Hype. Bereits seit vielen Jahrtausenden findet die domestizierte Sojapflanze als Nahrungsmittel Verwendung. Der gegenwärtig hohe Preis von Soja als Nahrungsmittel für den Mensch liegt vermutlich daran, dass Soja als Futtermittel großzügig bei der ‚etablierten Nutztierhaltung‘ zum Einsatz gelangt um die allgemein gewohnte und rentable Fleisch-Produktion weiterhin auf den Beinen zu halten. Mit der Aufrechterhaltung dieses Fleisch-Systems wird der längst überschrittenen Break-Even-Point effizient und so lange als möglich monetär abgeerntet, wie es eben im Sinne der Marktwirtschaft ist. Sohin ist es einem z.B. Schweinebauer, der geschickt seine Schweine in Form von „einfach nachwachsendem Rohstoff“ unterjocht, nicht einfach so möglich zum Soja-Produkt-Betrieb umzustellen. Dieser Fleisch produzierende Betrieb, der seit Jahren, womöglich seit Jahrzehnten Bestand hat und die Phase der roten Zahlen überstanden und nun schwarze Zahlen produziert wird nicht einfach so davon lassen – all zu verständlich natürlich. Eben weil diese Zustände so sind wie sie sind, wird es wohl noch eine halbe Ewigkeit dauern, bis der Preis für unblutige Nahrungsmittel auf einen, für jeden mühelos leistbaren Preis fällt und die Herstellerauswahl unter solchen unblutigen Produkten, im Nahrungsmittelmarkt, ebenso breit gefächert ist wie die Vielfalt im Fleischregal.

Dieses Sojagranulat haben wir bei Metro gekauft um knapp unter 10 EU für 1.5 kg. Leider ist die Auswahl absolut mager, im Regal steht nur dieser eine Anbieter. Anders natürlich im Tofu-Regal wo sich in vielen Märkten bereits mindestens 3 Anbieter befinden. Doch nun zurück zum Sojagranulat und wie es um die Handhabung des Granulates steht.

Die Vorbereitung von Sojagranulat

Vorbereitung in der Mikrowelle

  • Gewünschte Menge an Sojagranulat in einen Behälter
    geben, mit Wasser bedecken, salzen, aufkochen und
    ein paar Minuten ziehen lassen.

Sojagranulat ausdrücken – wir machen das mit einem
feinmaschigen Küchensieb und einem breiten Rührlöffel.

  • Nun das vorbereitete Sojagranulat nach Wunsch würzen
    und zubereiten.Sojagranulat